Radikale Rechte und autoritäre Herrschaft: Die AfD und das politische System von Belarus unter Aljaksandr Lukaschenka

Autor/innen

  • Alexander Moisseenko

DOI:

https://doi.org/10.24338/mip-2026113-130

Schlagworte:

Belarus, Autoritarismusforschung, Alternative für Deutschland, AfD, Lukaschenka, Internationale Beziehungen

Abstract

Rechtsextreme Parteien werden in der wissenschaftlichen Forschung zunehmend als internationale Akteure betrachtet, die nicht nur innerhalb liberal-demokratischer Systeme agieren, sondern auch strategische Beziehungen zu autoritären Regimes pflegen. Während die Verflechtungen zwischen westeuropäischen rechtsextremen Parteien und Russland bereits ausführlich diskutiert wurden, hat die Beziehung zwischen der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und dem von Aljaksandr Lukaschenka regierten Belarus bislang wenig systematische wissenschaftliche Beachtung gefunden. Dieser Artikel will diese Lücke schließen helfen, indem der übergeordneten Forschungsfrage nachgegangen wird, wie sich die Beziehung zwischen der AfD und dem Lukaschenko-Regime im Zeitraum von 2018 bis 2025 erklären lässt und welche politischen Funktionen diese Kontakte für beide Seiten erfüllen. Konkret wird untersucht, inwieweit Akteure der AfD zur diskursiven oder symbolischen Legitimation des belarussischen Regimes beitragen, ob sie in ihrer Haltung gegenüber Belarus konsistente außenpolitische Leitprinzipien verfolgen und wie sich ihre Positionierung im Laufe der Zeit entwickelt hat – von ersten Kontakten vor 2020 über die Protestbewegung und die darauf folgende Phase der Repression bis hin zu den jüngsten Wahlbeobachtungsaktivitäten.

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Veröffentlicht

2026-04-30